Zehn Jahre Diakonie-Seniorenhaus Mühlenpark
Vom Sägewerk zum Pflegezentrum
Was heute ein Zentrum für Pflege und soziales Wohnen ist, begann einst mit einer mutigen Idee und viel Überzeugungsarbeit. Vor zehn Jahren zogen die ersten Bewohnerinnen und Bewohner in den neu erbauten Mühlenpark der Diakonie Kitzingen ein – ein bedeutender Meilenstein, dem eine bewegte Entstehungsgeschichte vorausging.
Bereits 2010 war den Verantwortlichen des Diakonischen Werks Kitzingen klar: Das alte Frida von Soden Pflegeheim in der Kanzler-Stürzel-Straße war nicht mehr zukunftsfähig. Ein Ersatz musste her – doch ohne die nötigen Eigenmittel schien die Umsetzung in weiter Ferne. Der damalige Geschäftsführer Jochen Keßler-Rosa schlug einen für die Region unkonventionellen Weg vor: Ein erfahrener Bauträger sollte den Neubau realisieren, finanziert durch eine regionale, diakonieaffine Eigentümergemeinschaft. Das Diakonische Werk würde als Mieter auftreten – ein Modell mit Zukunft.
Ein geeignetes Grundstück wurde auf dem Gelände eines stillgelegten Sägewerks im Stadtteil Siedlung gefunden. Wo einst die der Gewerbebetrieb stand, war nun Platz für etwas Neues. Die Sparkasse Neustadt/Aisch als Eigentümerin stimmte dem Verkauf zu, und eine Investorengruppe von Privatpersonen aus der Region stellte die Finanzierung sicher.
Nach vielen Gesprächen, Anträgen und planerischen Herausforderungen war es 2012 schließlich so weit: Der Bau konnte beginnen. Zwei Jahre später, im Mai 2015, wurde das Projekt schlüsselfertig übergeben. Im August 2015 zogen die ersten Bewohnerinnen und Bewohner ein. Der Wechsel vom alten Haus in das neue, moderne Gebäude gelang in nur zwei Tagen – gemeinsam mit dem gesamten Personal, das seinem Arbeitgeber treu blieb.
Heute bietet das Diakonie-Seniorenhaus Mühlenpark 60 Pflegeplätze in Einzel- und Doppelzimmern. Die Bewohnerinnen und Bewohner profitieren von einer modernen Ausstattung, barrierefreier Umgebung und einem liebevollen Pflege- und Betreuungsteam.