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Nur mal eben kurz

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
liebe Leserin, lieber Leser,

kennen Sie das, wenn man sich so richtig über sich selbst ärgert? Wenn man irgendwie was verbockt, vergessen oder sonst wie nicht erledigt hat, was man hätte machen sollen und dann steht man da …
Über niemanden kann ich mich so aufregen, wie über mich selbst in solchen Situationen. Dann muss man mich da manchmal richtig „runter holen“, sonst bin ich ungenießbar. So richtig von selbst komme ich da manchmal fast nicht mehr raus dann.

Menschen, die mich gut kennen, sagen dann so etwas wie: „Jetzt hör aber mal auf.“ oder „So schlimm ist es doch gar nicht …“ Und ich muss dann echt einmal durchatmen. Stoppen und nur mal eben kurz etwas ganz anderes denken oder machen.
Und dann, wenn ich mich wieder „runtergespult“ habe, dann denke ich gelegentlich: „Zum Glück heißt es, den/die Nächste/n lieben wie sich selbst und nicht umgekehrt. Für alle anderen besser, aber auch für mich, denn ich müsste mich sonst so viel entschuldigen. Und dazu hat man, ich zumindest, meist auch nicht so viel Lust. Und bei mir selbst ist wenigstens das dann egal.

Manchmal muss man vielleicht auch mit sich selbst nicht ganz so streng sein. Nicht dass man doch noch irgendwann damit anfängt, das dann auch auf andere zu übertragen. Denn dann geht viel kaputt. Auch davor will uns der Satz mit der Selbst- und Nächstenliebe bewahren.
Also, bevor man sich selbst mal wieder auf den Mond schießen könnte, einfach mal durchatmen, nur mal eben kurz innehalten und dann … Oft ist es dann gar nicht so schlimm!

Ihr
Carsten Bräumer