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Nur mal eben kurz

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
liebe Leserin, lieber Leser,

frei haben tut gut. Nun kommen im Mai und Juni die Wochen mit den vielen Feiertagen. Erst Himmelfahrt und dann eine Woche später Pfingsten. Auch wenn natürlich auch viele Menschen arbeiten müssen, weil sie für die Versorgung von Menschen oder andere unaufschiebbare Aufgaben zuständig sind, viele Menschen haben an den Feiertagen frei und freuen sich darauf.

Da wird uns etwas geschenkt. Ein Arbeitstag wird als Feiertag definiert und der normale Rhythmus unterbrochen. Aber woher kommt das eigentlich mit diesen Feiertagen? Warum haben wir uns als Gesellschaft irgendwann einmal darauf verständigt, dass uns gewisse Ereignisse so viel wert sind, dass wir für einen Tag die Geschäfte schließen?

„Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung“ nennt sie unser Grundgesetz in Folge der Weimarer Verfassung. Eine toller Begriff oder? „Arbeitsruhe und seelische Erhebung“ - Da haben die Mütter und Väter der Verfassung noch ganz anders gedacht, als es wahrscheinlich heute diskutiert werden würde. Diese Tage waren ihnen wichtig und wertvoll. Und kein Lobbyverband konnte im Sinne des Shareholder Value Einspruch gegen so viel Menschenfreundlichkeit durchsetzen und mitteilen, dass es dann nie mehr möglich sein würde, jemals wieder irgendwie in Deutschland zu produzieren. Es war wichtig und gesellschaftlich gewollt, dass solche Tage geschaffen wurden. Und arbeitsrechtliche Regelungen sehen vor, dass die, die aus oben genannten Gründen an solchen Tagen arbeiten müssen, Ausgleich bekommen. Vielleicht müssen wir - nur mal eben kurz - danke sagen an alle, die das damals beschlossen haben, denn es ist wichtig, solche Tage zu haben!

„Seelische Erhebung“ - Die Kirchen bieten an diesen Tagen ein Angebot dafür. Es ist kein Zwang - auch das ist im Grundgesetz geregelt. Die Tage gelten für alle Menschen bei uns, aber es ist eine Möglichkeit und vielleicht einmal eine gute Chance, mal wieder ein wenig „seelische Erhebung“ zu erleben und das zusammen mit Anderen. Eingeladen sind wir alle!

In diesem Sinne schöne Feiertage!

Ihr
Carsten Bräumer